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  • The Essence - Kyrie
  • Sultan's Blessings - Ishqallah
  • Mother of Grace – Ave Maria
  • Soul Journey Part 1
  • Soul Journey Part 2
Europe

Soul Journey

In this album I reconnected with my roots in Christian spiritual music. I always loved the amazing mystic power in the old chorals and admired the old masters how they could connect us with higher realms .

So I tapped this source and as a result I composed very quiet classical music. Like always I combined my own western style with the richness of oriental music to create a unique blend of musical cultures and styles.

This music expresses my spiritual journey and the experience of divinity and oneness in a very deep and personal way. It is also made to help you raise your frequency through the sacred mantras.

Listening to this music you can dive deep into your inner world and touch the home of your soul.
 

Spuren / Herbst 2016

Schlicht berührend


Von alters her gibt es bei uns die Unterscheidung zwischen weltlicher und sakraler Musik, in der deutschen Sprache wird Letztere auch bezeichnet als – bitte nicht weglaufen – »geistliche« Musik. In der Sparte geht es um Kirchenlieder und der gleichen. Wer denkt, das sei jetzt aber echt Schmalspur, sei daran erinnert, dass große Meister der klassischen Musik wie Bach, Mozart oder Bruckner sich nie zu schade waren, Messen und andere liturgische Werke für kirchlichen Gebrauch zu komponieren. Immerhin ist bei dieser Musik die Ausrichtung klar: es geht um die Verherrlichung Gottes und eine Öffnung des Menschen für die höhere Dimension.

Ist das eine gute Einleitung für Felix Maria Woschek? Das würde ich meinen. Die CDs des in Portugal lebenden mystischen Musikers mögen im Handel vielleicht unter »Welt« und »Meditation« zu finden sein, doch mit Soul Journey (Silenzio), seiner neuen Produktion, sind diese Kategorien definitiv zu eng geworden. Kommt hinzu, dass die Hälfte dieser vier langen Stücken dem Kanon der westlichen geistlichen Musik entstammen. Davon später.

Zunächst will ich versuchen, das gut halbstündige Titelstück zu beschreiben. Es entwickelt sich aus einem gemächlich vorgetragenen Intro mit Tambura und Obertongesang, dass eine Weite schafft, die ihresgleichen sucht. Eine Flöte setzt ein, umschmeichelt eine Melodie, die sich nach und nach abzeichnet. Das OM geht über in ein Herz-Mantra, dass der Musiker aus einem alten bulgarischen Lied ableitete. Mit einem getrommelten Rhythmus leitet der Sänger schließlich über zum alten hebräischen Y-H-W-H, dem kabbalistischen Code zu den unfasslichen Namen Gottes.

Damit nicht genug. Es folgt ein Ave Maria, satt unterlegt durch Streicher und Bläser in Moll. Ich muss gestehen, dass ich dieses Stück und das anschließende Kyrie Eleyson zunächst übersprungen habe. Meine Güte, jetzt singe ich mit, schmelze und schwelge in der weiblichen Herz-Qualität, die Felix Maria Woschek damit lauteren Herzens und jenseits aller religiösen Bekenntnisse würdigt und preist. Für seine neue Produktion hat sich der weit gereiste Musiker, der rund um die Welt in unterschiedlichen Konstellationen an Friedensfestivals auftritt, in seiner Wahlheimat alleine ins Studio zurückgezogen. Aufgewühlt von der Not der Welt habe er sich auf das besonnen, worauf er sich verstehe und was er zugeben habe. Fürwahr. Soul Journey ist Balsam auf die schwärenden Wunden unserer Zeit.

Felix Maria Woschek zaubert aus Herzmusik Balsam für die Welt.